Eine wichtige Grundlage der klassischen Logik ist das Prinzip der Zweiwertigkeit: Jede Aussage besitzt einen von genau zwei Wahrheitswerten.
Das bedeutet, dass jede Aussage entweder “wahr” oder “falsch” ist.
Daraus folgt offenbar sofort, dass jede nicht wahre Aussage falsch ist und jede nicht falsche Aussage wahr.
Formal lässt sich das zum Beispiel mit dem Negationsoperator “
” darstellen:
“wahr” = “falsch” und
“falsch” = “wahr”
Für wahre Aussagen A schreibt und sagt man oft “Es gilt A”, “A gilt”, “A ist wahr”, “A stimmt” oder ähnliches.
Weitere wichtige Operatoren (neben
) sind das logische “und” und das logische “oder”, symbolisiert durch
bzw.
.
So steht
für die Aussage “
” und
für die Aussage “
“.
ist dabei dann und nur dann wahr, wenn sowohl
als auch
wahre Aussagen sind.
ist genau dann wahr, wenn
wahr ist und
falsch ist,
falsch ist und
wahr ist oder
gilt.
Formal lässt sich diese Tatsache wie folgt ausdrücken.
bzw.
.
Der Äquivalenzpfeil “
” bedeutet dabei für zwei Aussagen
und
mit
, dass
genau dann gilt, wenn
gilt.
und
haben also denselben Wahrheitswert.
Tabellarisch lassen “
“, “
” und
sich wie folgt definieren:



Dabei sind die Tabellen für eine belibiege zweistellige Verknüpfung “
” immer wie folgt aufgebaut:

Abkürzend schreibt man dabei oft auch einfach “1″ für “wahr” und “0″ für falsch.
So definieren wir nun noch die Implikation “
” bzw. “
“:

und analog

Im Gegensatz zu den Verknüpfungen
sind
und
nicht kommutativ (D.h. hier die Tabellen sind nicht symmetrisch. Eine präzisere Definition des Begriffs der Kommutativität wird in einem späteren Artikel dieser Serie gegeben.)
Es gilt
, falls
eine der drei Verknüpfungen
ist.
Außerdem gilt
, wie durch die Symbole angedeutet.
Diese vier Behauptungen mit Hilfe der tabellarischen Definitionen nachzuvollziehen sei dem Leser als Verständnisübung überlassen.
Auf zwei weitere wichtige logische Symbole soll in diesem Artikel noch eingegangen werden.
Es handelt sich um den Allquantor
und den Existenzquantor
.
Der Allquantor bedeutet sprachlich “für alle”, auf ihn folgt immer eine Variable sowie eine davon abhängige Aussage. Sei
eine Aussage, die von
abhängig ist, das heißt eine Aussage über
. Ist
für alle
wahr, so schreibt man dies wie folgt:
(sprich: “für alle
gilt
“)
Ähnliches gilt für den Existenzquantor:
bedeutet, “es existiert (mindestens) ein
, für das
gilt”.
Die Schreibweise
bedeutet, “es existiert genau ein
, für das
gilt”.
Hängt
von zwei Parametern
und
ab, so bedeutet
also zum Beispiel, dass sich zu jedem
ein
finden lässt, so dass
erfüllt ist.
Definiert man
beispielsweise für natürliche Zahlen
und
als
, dann gilt die obige Aussage offenbar, denn es gilt
woraus
folgt.
Anmerkung: Wir schreiben auch gelegentlich
anstelle von
, wenn dies nicht zu Verwechselungen führen kann.
ist isomorph zu einer Untergruppe der symmetrischen Gruppe
.
Von
Züge.
die Anzahl der Schritte, die benötigt werden, um
Scheiben zu verschieben.
geben wir die triviale Lösung vor, alle weiteren Fälle wollen wir jetzt
kennen. Auch wie wir die
Scheiben von einem Platz auf den anderen verschieben setzen wir als bekannt voraus.
.
finden. Dass dieser Wert tatsächlich stimmt, ist noch etwas einfacher zu zeigen, als ihn herzuleiten; nämlich mit unserer Induktion.
Verschiebungen.
tritt ein Doppelgeburtstag auf, nämlich genau dann, wenn die 2. Person NICHT an einem der bereits “vergebenen” Tage Geburtstag hat, es bleiben also 
der Fälle so. Übrig bleiben
FÜR einen Doppelgeburtstag. Noch immer sehr niedrig.
. Eine Verdopplung immerhin.
. Allzu rasant scheint der Wert ja nicht zu steigen.
.







bezeichnen gilt also für die benötigte Zeit
. Um das Ziel mit einer Geschwindigkeit von 40km/h zu erreichen, müssten Sie für die beiden Runden zusammen jedoch ebenfalls
benötigen; die zweite Runde müssten Sie also in 0 Sekunden absolvieren, was nicht nur praktisch unmöglich ist!
Möglichkeiten für zwei Personen. Für jede weitere Person gibt es immer genau einen Stuhl weniger, auf dem die Person Platz nehmen kann, als die Person zuvor zur Auswahl hatte. Man erhält also
Möglichkeiten. Genau dieses Produkt nennt man “Fakultät von 5″ und schreibt
. Allgemein definieren wir die Fakultät von n, n! als
. Die Größe der Fakultät einer Zahl steigt sehr rasant an und schon bei 3-stelligen Zahlen benötigt ein (durchschnittlicher) Computer längere Zeit zur Berechnung. Dem erwähnten Problem der Anordnungen von Lottozahlen lässt sich so allerdings nicht auf die Schliche kommen, da nur 6 aus 49 Kugeln insgesamt ausgewählt werden und die Reihenfolge außerdem irrelevant ist.
Allerdings haben wir die Reihenfolge der Ziehungen der Kugeln noch nicht berücksichtigt, dass heißt jede mögliche Kombination kommt mehrmals vor. Genauer gesagt: In jeder möglichen Anordnung. Um die richtige Zahl der möglichen Ziehungen (ohne Relevanz der Reihenfolge) zu erhalten, müssen wir den Wert also noch durch die Anzahl der Anordnungen teilen. Das ist genau 6!, wie oben erläutert. Also ist die Zahl der möglichen Ziehungen beim Lotto genau
Wie bereits oben angedeutet genau das der Binomialkoeffizient , sprich “49 über 6″. Allgemein ist
(gilt nur für natürliche Zahlen n, k was bei “alltäglichen” Abzählaufgaben jedoch meist erfüllt ist) Um die Wahrscheinlichkeit zu erhalten, mit der man ein Lottospiel gewinnt muss man nun noch den Kehrwert dieser Gesamtzahl der möglichen Ziehungen bilden, also den Anteil der eigenen ausgewählten Kombination an der Gesamtzahl berechnen:
, was sehr sehr gering ist.
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